Tagesablauf Einführungswoche 25.10.2004-29.10.2004
10h00-10h50 Raum-Theorie
Hier sollen Theoretische Grundlagen der räumlichen Gestaltung vermittelt werden es geht um einen Einblick in historische und aktuelle Theorien des Raumes aus den Bereichen der Theorie, Architektur, der Kunst und des Films. An den Fünf Tagen kann keine umfassende "Theorie des Raumes" vermittelt werden. Vielmehr soll angeregt werden zum eigenen Nachforschen. Was sind die Grundlagen der Ästhetik des Raumes. Wie verstehen wir Raum, wie entwerfen wir Raum, wozu wird Raum gebraucht und missbraucht. Wie hat sich das Raumverständnis unter Einfluss von Technologien wie etwa der Perspektive, des Sextanten oder des Computers verändert. Die Raum Theorie wird in fünf thematischen Blöcken anhand von Einzel -beispielen betrachtet, welche jeweils als Einleitung zu einem Tagesthema verstanden werden. Die Raum Theorie bezieht sich auch explizit auf die Raum-Texte aus der Textsammlung.
11h00-15h30 Raum-Applet
In Konkreten und machbaren(!) Übungen entwerfen die Studierenden in
fünf Tagen ihr Raum-Applet als eine Art Preview oder Testlauf für das Kurzprojekt, das Raum-Programm. Sie können dabei in Zweiergruppen arbeiten. Das Raum-Applet ist ein Ding zwischen Handlung und Raum, zwischen Wesen und Landschaft. Es soll die individuelle Raumvorstellung der AutorInnen ausdrücken und als virtuelles Manifest ausdrücken wie sie über den Raum denken und wie sie die neu erlernten Medien dafür einsetzten. Als Basis und Ausgangspunkt dient ein abstrakter theoretischer Raumbegriff aus den Raum-Texten. Die Studierenden erhalten einen Text der diesen Theoretischen Begriff einführt und sollen mit Ihrem Projekt den Begriff entweder verteidigen oder widerlegen. Als Vereinfachung gibt es eine Art Glossar mit kurzen, lexikonartigen Definitionen der Begriffe. Die Vollständigen Texte sind dann zur individuellen Vertiefung. Die Begriffe sollen nicht einfach verbildlicht werden sondern eben in ein Programm umgesetzt oder als eine codierte Handlung verräumlicht (Raum-Applet). Das Raum-Applet (oder zu dt. Progrämmchen) ist nicht einfach eine erweitertes Sinnbild oder Diagramm sondern eine Art Anti-Bild. Es geht eher um den Entwurf eines raumgenerierenden Codes als um die perfektionierte Gestaltung eines Raumes. Das Applet soll das Unsagbare ungesagt lassen und statt Antworten zu geben Fragen stellen.
Die Raum-Applets durchwandern eine Prozess der ständigen Transformation im Rahmen der unterschiedlichen Übungsschritte. Nach der Einführung in verschiedene Aspekte von FormZ beginnen die Studierenden mit Ihrer Arbeit. Ab 13h00 werden die Arbeiten individuell besprochen. Die Studierenden entwickeln ihr Raum-Applet und stellen Spuren seines Entstehungsprozesses sicher (mittels Screenshots, Version-Tracking und/oder Weblog). Am Montag der zweiten Woche Tag präsentieren die Studierenden ihr Raum-Applet mit einem kurzen Manifest, stellen es der Gruppe zur Diskussion und skizzieren den Weg den sie für ihr Raum-Programm einschlagen wollen.
Die Raum-Applets müssen sehr einfach bleiben es sollten Fehler auftreten (woraus zu lernen wäre), egal wie provisorisch werden Sie täglich bis 16h30 auf den Server gestellt im jeweiligen zum Kursabschnitt passenden Format (FormZ, Bild, Film)
17h00-18h00 High End Spacemakers
An den Nachmittagen sollen die Studierenden verschiedenen High End Applikationen von 3d Computerprogrammen kennenlernen. Die
"Spacemakers" sind unterschiedliche kleinere Firmen/Institute im Raum Zürich welche für Industrie, Kunst oder Wissenschaft High-End? Applikationen einsetzten oder entwickeln. Die Technologien decken Bereiche wie Geographical Information Systems GIS, Motion Tracking, Modelling für Komplexe Designaufgaben und Computer Generation (CG) ab. Die Studierenden werden entführt in eine Welt der Simulierten Räume und lernen gleichzeitige Beispiele der konkreten Anwendung der 3d Technologien “draussen" kennen.
Montag 25.10
raum-theorie Raum von Objekt bis Landschaft
Unterschiedliche Formen des Raumes und ihr theoretischer Kontext, Beispiele aus de Geschichte von der Erfindung der Räumlichen
Darstellung und der Landschaftsmalerei bis zum Science-Fiction Film.
raum-applet Modelspace und Modeling
Information. Herstellung eines ersten räumlichen Modells. Punkte, Linien, Polygone, Körper und Meshes. Boolsche Operationen, Solids, Nurbs, Metaballs.
Produkt: .fmz Einfaches “MyFirst3dModel". Mindestens ein Form Z Wireframe-Modell?
bis 16h30 auf dem Server
High End Spacemakers Modeling
Beispiel einer Brücke. Einsatz von FormZ im Entwurfsprozess für eine komplexe Stahlkonstruktion.
Daniel Jauslin bei West8 Landscape Architects & Urban Planners und bei Projekten von Drexler Guinand Jauslin
borneospbridges
Dienstag 26.10
raum-theorie Wahrnehmung des Raumes
Unterschiedliche Wahrnehmungen des Raumes und ihr theoretischer Kontext, beispiele aus der Kunst, insbesondere der Land-Art und Minimal-Art sowie ein Beispiel von fromZ in der Zeigenössischen Kunst.
aum-applet Texturen, Oberflächen und Licht
1. Transformation. Manipulation des ersten räumlichen Modells mit Oberflächen. Texture Mappings, Bumpmap, Transparency Map.
Lichtquellen, Renderings
Produkt: .jpg Mindestens ein gerendertes Bild . max 1600*1200 pixel
bis bis 16h30 auf dem Server
High End Spacemakers Mapping Computer-Generierte? Räume
KAISSERSROT: Center for Advanced Media Use in the Field of Architecture
Alexander Lehnerer
Kaiserrot combine the potentials of new technologies in production, simulation and generating of material with its application in the context of urban design and architecture. According to our belief today's understanding of urbanism with its emerging complexity cannot work without applying new (computational-) techniques to the interpretation and production of urban material.
Mittwoch 27.10
raum-theorie Die Information des Raumes.
Wie entsteht Raum. Welche individuellen Entwürfe und welche politischen Machtsrukturen prägen unseren Lebensraum und wie entstehen aus solchen Kontexten politsche Programme oder individuelle Axiome.Was ist Autorenschaft bei Entstehung und Entwurf von raumgenerierenden Prozessen.
raum-applet Scripting und Programmieren
raum-programmieren Scripten und Programmieren mit FormZ4?.5
Produkt einfaches FormZ-Script für commands, palettes, RenderZone? shaders, tools, and utilities. oder Plug-In für attributes, file translators, object types, renderers.
.fsl file (selbsterstellt oder manipuliert)
bis 16h30 auf dem Server
High End Spacemakers FormZ-PlugIn? Rapid Prototyping
vasp datatecture
Mike Meier
arbeitet zur Zeit an einer Schnittstelle und Service-Applikation? zur Umsetzung von Computermodellen für die Herstellung von Modellen für Milling und Rapid Prototyping. vasp steht für vision as soon as possible und bezeichnet sich als Marktführer im Bereich Knowledge Visualization.
Donnerstag 28.10
raum-theorie Der filmische Raum
Die Rolle des Raums im Film, die Sprache der Kamera. Die Bewegung von Objekt und und Beobachter. Eine Praktische Theorie des Raumes mit kurzen Filmbeispielen
raum-applet Viewpoints und Kameraanimation
Kameras, Brennweiten, Travelings und Schnitte
2. Transformation. Manipulation des räumlichen Modells
mit der Bewegten Kamera
Die Komplexität der Bewegung
Familienplan alternativer Programme
Produkt: .mov file (filmchen) Wireframe oder kurzes Rendering oder
.fmz mit Viewpoints und Kamerfahrten definieren.
bis 16h30 auf dem Server
High-End? Spacemakers
Computergenerierte Räume und Motiontracking im Film, Capoera-Clip?, Making of Tron, Final Phantasy, I' Robot(?)
Freitag 29.11.
raum-applet Compilation
Freie Projektarbeit. Ihr werdet einen Tag in Ruhe gelassen um euch und eure bits zu sammeln
Produkt: Fertigstellung einer Work-in-Progress? Präsentation auf dem Server, Links legen, bugs jagen
Montag 1.11.
raum-programm
Kurze Absichtserklärung in form einen geschrieben (dt. txt) programmes einige sätze und titel des theorietextes. Erläuterung eurer Textinterpretation, Zielvorstellung und Einsatzt der Medien für eure Arbeit an Dozent, Gast und Mitstudierende.
High End Spacemakers Entwurf von Schnittstellen / Design Interfaces
Hans Drexler
erklärt an Hand von Projekten von Drexler Guinand Jauslin anhand des Begriffes Interface wie ein offener Entwurfsprozess, der auf Dialog und Integration vielfältiger Einflüse abziehlt zu einer offenen Architektur fürhrt.
Dienstag & Mittwoch 2.11. & 3.11.
Fachseminar II: Informationsräume mit Alexandar Cetcovic
Montags 8. 11. bis 6.12
raum-programm. Programmieren des eignenen Raumes.
Individuelle Besprechungen nach Liste. Ad hoc Seminare bei Bedarf.
Ständige Dokumentation Work-In-Progress? (mittels Screenshots, Version-Tracking? und/oder Weblog)
Freitag 10.12.2004
raum-programm. Schlusspräsentation
Präsentation mit Gästen