DozentenInnen: Aleksandar Cetkovic, Monika Wisniewska
Einführung
Neue Formen der Zusammenarbeit werden heute sowohl wirtschaftlich wie auch künstlerisch genutzt. Das Netz ermöglicht uns, mit Bekannten und Unbekannten nicht nur zu kommunizieren, sondern auch zusammen mit Aufgaben und Projekte zu bearbeiten.
Synchrone Formen der Kommunikation und Arbeit wie Netzkonferenzen machen nicht nur weite Reisen überflüssig, sie verändern auch die soziale Interaktion der Menschen nachhaltig. Synergien von Talenten können komplexe Aufgaben bewältigen, ungeahnte Möglichkeiten eröffnen und uns selber zu mehr Kreativität anspornen. Synchrone Arbeitsweisen erlauben ein paralleles Prozessieren von Informationen in der Gruppe. Was die kulturellen und sozialen Auswirkungen der intensiv erlebten Gleichzeitigkeit sind, wird erst langsam erahnt und an der Hochschule an Projekten experimentell erforscht.
Warum haben sich billige Technologien wie E-Mail und SMS in solcher Masse durchgesetzt? Diese asynchrone Kommunikation hat spezielle soziale Umgangsformen entwickelt. Asynchrone und langsame Medien beschleunigen unseren Umgang. Die Asynchronität entspricht der Mehrzeitigkeit der Welt - Gruppen arbeiten rund um die Welt, rund um die Uhr. Neue Medien verändern unser Gruppenverhalten: Ist der Computer darum die soziale Krücke von Freiheit und Demokratie oder konzentriert er nur Macht und Geld in globalen Strömen?
Bill Gates hat mit dem Slogan "The world at your fingertips" falsche Hoffnungen für die Möglichkeiten des Internets geweckt, aber trotz der Informations-Flut und des Informations-Chaoses ist das Internet als Informationsquelle nicht mehr wegzudenken. Cut & Paste ist nicht nur ein Synonym der Leichtigkeit der Manipulation der Information, sondern auch ein Beweis der Oberflächigkeit mit welcher wir mit der Information umgehen. Artikel, Diplome, ja sogar Doktorarbeiten entstehen so am laufenden Band, ohne dass Quelle je erwähnt wird oder die Idee umformuliert wird. Anderseits, ermöglicht uns die Atomisierung der Gedanken, deren Wiederverwendung in anderen Kontexten.
Kunstrichtungen
In ersten Teil des Prozesses gilt es dieErfahrungen beim Sammeln von Informationen aus dem ersten Projekt wieder Einzusetzen. Jeder kriegt eine Kunstrichtung als Thema, die er bei der nächster Versammlung auf dem Netz präsentieren soll. Es wird einerseits auf die Theorie eingegangen und anderseits passende Beispiele gesucht. Das Text und ein beispiehaftes Bild werden in eine Datenbank gespeichert.

Ziel
Die Studenten sollen sich mit verschiedenen Kunsttheorien auseinandersetzen. Zugleich soll die Datenbank mit Vorlagen für die nächste Vorlesung gefüllt werden.
Abgegeben wird ein WebProjekt in Form von HTML mit sonstigen Medien.
Netz von Ideen
"We do not just get knowledge, we get knowledge packaged up as concepts and perceptions... In a self-organizing patterning model, knowledge is inextricably packaged as concepts and perceptions. Together these concepts and perceptions give what Thomas Kuhn called paradigms." Edward de Bono
Die zweite Phase soll dienen, die Ideen auszutauschen, zu diskutieren und sich neuen Ideen zu bedienen. Die Theorie mit der man sich auseinandergesetzt hat, dient als Vorlage mit der man andere Bilder anschaut und interpretiert. Ein Bild von anderen Student wird aus der Datenbank gewählt und in Sinne der Theorie uminterpretiert. Das Resultat wird dann in der Datenbank gespeichert.

Die Datenbank registriert, welche Ideen von wem aufgegriffen wurden und verbindet die Leute, die gleiche Quellen benutzen, mit dem Ziel, dass eine Diskussion entsteht.
Der Austausch von Ideen im Klassenraum passiert natürlich eher mündlich. Aber wir wollen in diesem Projekt den Fluss der Ideen nachvolziehen können. Die asynchronen Mittel wie eMail, das elektronische Tagebuch (blog), aber auch das Zwischenspeichern von Ideen in der Datenbank, geben einen elektronischen Abdruck dieser Änderungen. Solche Daten können wir später zur Dokumentierung des Werdegangs gut benutzen.
Ziel
Austausch von Ideen mit Mitstudenten und zugleich eine Weiterentwicklung der Themen. Die gesammelten Informationen sollen präsentiert werden, wobei die Ideen in der Datenbank eingetragen werden sollen.
2 Phase
Wieder ein Bild aus der Datenbank auswählen, aber jetzt eine Theorie von jemanden anderen Auswählen. Das Bild soll entsprechend neu interpretiert werden und wieder in der Datenbank abgelegt werden.
Bei der Auseinandersetzung mit der Theorie kann das bestehende Text umgeändert und erweitert werden. Studenten die sich mit der gleichen Theorie beschäftigen, werden miteineander verbunden.
Schlusspräsentation
Allgemeine Ziele
Es der Ziel des Projektes, den Studenten ein grundsätzliches Verständnis neuer Werkzeuge und Methoden digitaler Kommunikation beizubringen. Die neuen Methoden sollen erforscht, umgemodelt oder gar pervertiert werden. Da man ein Anfangs- und ein Endprodukt hat, wird man selber erfahren können, wie die neuen Methoden die gewöhnte Arbeitsweise beeinflussen.
Technologische Ziele:
Arbeiten mit einer Datenbank und Visualisierung der Veränderungen
Arbeitsweisen:
Vernetztes Arbeiten, Asynchrone und Synchrone Prozesse