Public Spheres

Montag, 14. Juni 2004, 00:24 Uhr

Rafael Koch, Mario Purkarthofer (aka "Florian Merkur")

 

"Arbeiten mit Ideen – Kultur der Informationsgesellschaft?"

Ausgangsmaterial für das Quartalsprojekt ist die Ressource Idee. Wer hat Ideen? Wie entstehen Ideen? Wo graben wir nach Ideen, wie gestalten undentwickeln sie sich? Brauchen Ideen uns Menschen? Das "Ideen haben und formulieren" war lange Zeit den grossen Denkern und Philosophen vorbehalten. Der smarte Wiki hingegen rettete mit seinen Ideen zahllose Male das Leben der zwar furchtlosen aber sonst ziemlich blöden Wikinger. Die Zeit der Industrialisierung war ein Meilenstein für die Ressource Idee, die zwischen Vision und direktem Bedürfnis entwickelt wird. Die " Ideenbringer" waren immer Angehörige einer ausser-ordentlichen Gilde. Verschiedene Kulturen gehen unterschiedlich um mit den Ideen und ihren Produzentinnen. Die Idee ist aber bei weitem nicht eingeschränkt auf Ingenieure, Erfinder, Künstler, Unternehmer, Philosophen und Autoren. Jeder hat Ideen. Die Idee alleine wird oftmals belächelt, ausserdem kann sie leicht geklaut werden, weil sie ja immateriell ist. Ideen alleine können rechtlich nicht geschützt werden.

 

Um von anderen als Idee erkannt zu werden, benötigen sie ein Trägermaterial über das sie weitergegeben werden können. Zumindest eine Serviette oder ein Tischtuch auf das die französischen Surrealisten immer wieder gerne geschrieben haben. Ab diesem Moment taucht die Frage des Eigentums auf. Wer besitzt die Ideen, wenn sie einmal in der Welt sind (und warum werden Ideen wieder vergessen)? Von der Idee geht eine Wirkung aus, die Aufmerksamkeit bündelt, sowie eine Kraft, sich in alle Richtungen auszudehnen. Wann entstehen Ideen im Kopf und welche Techniken gibt es?

 

 

Einzelarbeit bis Dienstag 13.04.04

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Eine Idee aus der Ideensammlung oder eine neue Idee formulieren und dafür ein Medium und eine Öffentlickeit wählen. Wählt oder erfindet eine Idee die Euch Freude macht. Idee darf Geschmackssache sein und es geht im Quartalsprojekt um das Arbeiten mit Ideen, den Umgang damit und nicht das bewerten. Ideen und Informationen sind nun mal inflationär und meistens nicht einzigartig! Die Idee muss dort ankommen wo (und wie) Ihr sie platziert (Empfänger). Die Empfänger sind aber nicht eine diffuse Masse, irgendwo. Wenn du deine Idee deinen Freunden oder einzelnen Personen kommunizieren kannst, dann hast du schon Öffentlichkeit erreicht. Eine gut kommunizierte Idee motiviert, regt zum denken an und öffnet eben einen eigenen Denkraum: Das Medium mit dem du arbeitest. Das war unser Input der ersten beiden Tage: Denkraum = Content = Medium = Öffentlichkeit! Alles immer gleichzeitig denken und vergleichen. Wir haben genug von leeren Plattformen, Versprechungen und Ideen ;-)

 

Beispiel:

 

* Entscheide dich für eine/mehrere Idee/n (= auch Konzept)

* Definiere mögliche oder unmögliche Medien (Räume, Tools, analog, digital, siehe Bsp. die wir entwickelt haben). Zeige Bilder von möglichen Medienräumen. Bsp. Räume (konkrete Orte in Zürich, Objekte, Presse, TV, ...), Tools (Forum, Wiki, Blog, Mailinglist, ...) die du gerne als Medium umsetzen/installieren würdest.

* Beschreibe die Öffentlichkeit die daraus entsteht.

 

Natürlich kann man auch umgekehrt dran gehen indem man zuvor die Öffentlichkeit definiert und dann die besten Medien sucht um auf eine Idee zu stossen. Wir wollen anregen, darüber nachzudenken und eigene Wege zu erschliessen. Beschreibe wie du daran gegangen bist.

 

bis 17.5. Präsentation eures Konzepts im Wiki

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Versucht die Beschreibung so zu gestalten, dass ihr sie in 10 Minuten präsentieren könnt. Den Inhalt dieser Beschreibung sollt ihr dann am 19.5. präsentieren. Schwerpunkte:

- Definition eurer konkreten Öffentlichkeit/Zielgruppe/Dialoggruppe/o.ä. Für wen macht ihr? Mit wem? Wen konntet ihr motivieren zur Mitarbeit?

- Erläuterung des Raumbegriffs. Welchen Raum habt ihr bearbeitet? Mit welchen Räumen habt ihr euch auseinander gesetzt? Warum?





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