Interaktion, Partizipation und Kommunikation

Freitag, 2. April 2004, 18:21 Uhr

Interaktion, Partizipation und Kommunikation - Zu einer Ästhetik der Teilnahme

Dozentin: Yvonne Volkart

 

Nimm teil! Bring dich ein! Bestimme selbst! Handle! So lauten die Parolen, die sich mit dem Aufstieg der neuen Medien in Kunst und Alltag breit durchzusetzen beginnen. “Interaktivität” lautet das Glücksversprechen. Doch weshalb soll eigentlich das Interagieren besser sein als z. B. das Reagieren oder Rezipieren? Weil es uns weniger entmündigt? Ist Interaktivität wirklich nur an die neuen Medientechnologien gebunden? Wäre kreative Handlungsfähigkeit damit eine Sache des technologischen Fortschritts, der Optimierung?

Ziel dieses Theoriepools ist es, eine kunsthistorisch und medientheoretisch fundierte Begriffsklärung zu Techniken und Ideologien der Teilnahme zu erarbeiten. Was sind die Ansprüche und Bezüge – an das Publikum, an die Künstler, an das Werk, an das Medium? Gerade die Dadaisten waren es, deren Ruf nach der Verbindung von Kunst und Leben zu ersten Formen der Interaktivität in der Kunst führte.

Am Beispiel historischer und aktueller Beispiele aus der Medienkunst und -theorie soll versucht werden, der Vielschichtigkeit einer Ästhetik der Teilnahme auf die Spur zu kommen. Falls ein gemeinsames Interesse besteht, wird die Lehrveranstaltung mit einer eintägigen Exkursion ans ZKM Karlsruhe begleitet.

 

Literaturhinweise:

Dieter Daniels: Strategien der Interaktivität. In: Rudolf Frieling_ Dieter Daniels: Medien Kunst Interaktion. Die 80er und 90er Jahre in Deutschland. Mit CD-ROM. Wien/New York 2000 (Text wird vor dem Pool abgegeben)

 

Kai-Uwe Hemken: Die kategorische Interaktion. Von Sehnsüchten der Teilhabe und Mythen der Interesselosigkeit. In: Kai-Uwe Hemken (Hg.): Bilder in Bewegung. Traditionen digitaler Ästhetik. Köln 2000.

 





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