Dozentin: Christina von Rotz (Lehrassistenz)
Inhalt
Betrachten wir ein Stück Zucker: Der Zucker besitzt eine räumliche Gestalt, die sich von anderen Dingen unterscheidet. Dieser Würfelzucker besitzt aber auch ein Dasein in der Zeit, was deutlich wird, wenn er sich im Kaffee auflöst. Nach Bergson sind die Objekte Raum und Bewegung und in unserer Wahrnehmung Bilder: Die Welt ist ein Strudel von Bildern. Wir aber, unsere Körper, werden durch die Kraft dieser Bilder erschüttert. Sie setzen in diesen Körpern Zeitsynthesen in Gang, in denen sich Erinnerung und Bewusstsein mit der Materie, den Bildern, verbindet.
Lernziele
In diesem Seminar möchten wir uns Bergsons Bildern und Zeitsynthesen annähern und uns fragen, welchen Raum und welche Zeit nehmen darin die digitalen Medien ein.
Literatur:
Maurizio Lazzarato: Videophilosophie. Berlin 2002
Gilles Deleuze: Henri Bergson zur Einführung. Hamburg 1989
ausgewählte Texte von Henri Bergson