Dozentin: Prof. Margarete Jahrmann
Lernziele
Modifikationen am sozialen System vorzunehmen ist genauso über spielerische Anlagen möglich, was anhand von aktuellen Modding, kurz game modifikations Projekten betrachet werden soll. Das was diese Systeme als neue Eventformen generieren, enthält sehr viele Meta-Ebenen, die die benutzten Regelwerke und Mediensysteme reflektieren. Eine temporäre Autonome Zone als Spielsystem im Ausstellungskontext zu erstellen ist eine
Möglichkeit zur materialspezifischen Reflexion über die benutzten Medien. Kunstgeschichtlich ist diese künstlerische Methode, die sich auf das Spielsystem Netzwerk und Computerkunst bezieht, wohl am treffendsten
als hypermoderne Form der Dekonstruktion zu bezeichnen. Spielerische Methoden der Umkehrung von Computergames als technologische und konzeptuelle Anordnung dienen als Hintergrund und Illustration der oben
formulierten These einer selbstreflexiven Kunst in Medien.
Durch verschiedene Gäste werden Positionen aktueller Kunst, neuer Systemtheorie und Philosophie zum Spannungsfeld zwischen Kunst und Spiel präsentiert.
Ziel
Die TeilnehmerInnen des Semnars werden anhand dieser Positionen unterschiedliche Ansätze einer medienpoietischen Methodologie entwerfen können.
Lerninhalte
Praktische und theoretische künstlerische Forschungsarbeit, vom Studium der Kybernetik bis zur Systemtheorie, gehören mit zum Spiel mit dem Spiel. Daran schliesst sich die Frage an, was damit verbunden soziale Aspekte der
populären Medienwelten bedeuten. Populäre Medienwelten heute sind alle Formen von computer-games und ihre Ableger.
Der Wiener Kreis und die Folgen, Autoren wie Carnap, Schlick, Foerster, Maturana, Varela, die sogenannten Macy Conferences und aktuell der Film the net von Lutz Dammbeck sind wissenschaftshistorische Grundlagen einer
aktuellen Diskussion und Praxis in künstlerischer Forschung, die sich an medienpoietischen künstlerischen Methoden reibt.